Die AfD und der Postfaktilismus


Hallo Karl-Heinz Lenz,

eine interessante These stellen Sie da auf. Natürlich würde niemand auf die Idee kommen, dass Sie, ganz im Sinne Ihrer Partei (AfD), gefühlte Wahrheiten für die absolute Realität oder falsche Nachrichten für die Wahrheit verkaufen. Was für eine Unverschämtheit, nach Quellen zu fragen, die aus Ihrer stumpfen Hetze, ein nachweisbares Faktum machen würden. 

„Dumme Frage (Anm.: wann kommt die Frage?)
Vielleicht fällt es euch auf, […][dass] ich einige Fragen gar nicht beantworte. Die linke Szene […][mit ihren] unheilbar naive[n] Gutmenschen frag[…][t] bei jedem Kommentar nach Quellen, Listen und so weiter. Natürlich wissen diese Deppen […]auch, dass in unseren Kindergärten kein Schweinefleisch angeboten wird, aber wenn man dies anspricht, dann fragen sie nach einer genauen Liste der Kindergärten. Damit wollen sie Behauptungen unglaubwürdig erscheinen lassen und den Kommentator mit Quellen und Listen beschäftigen, damit er keine Zeit für seine politische Arbeit mehr hat[…].]”

Tipp:
Quellen sind Nachweise, die den Ursprung einer Behauptung und bestenfalls ihren Wahrheitsgehalt darlegen. 
Wenn Sie also behaupten, dass es in deutschen Kindergärten kein Schweinefleisch mehr gibt, so ist die Frage nach der Quelle dieser Aussage berechtigt. Ein bloßes „hab ich gehört” oder „hab ich bei YouTube gesehen” reicht da einfach nicht aus. 
Oder wollen Sie Ihre Anhänger bewusst täuschen und hinters Licht führen?
Wieso ist es für Sie ein Problem darzulegen, auf welcher Grundlage Sie Ihre Aussagen tätigen? 
Bei einem versierten Menschen sollte man davon ausgehen können, dass er die Faktenlage kennt, bevor Behauptungen aufgestellt werden. Darum sollte es für Sie doch kein Problem sein, diese aufzuzeigen, wenn Sie Aussagen treffen. 
Oder etwa doch?

Postfaktische Grüße 
Ihre
#HoGeSatzbau

Quelle:
facebook.com/karlheinz.lenz.90/posts/1564238880264536