Lumpenproletariat vs. Transferempfänger oder die etwas andere „Deutsche Einheit”


Energisch hält Frau Dr. Petry am Tag der Deutschen Einheit eine euphorische Rede. 
Mit ihren hellseherischen Fähigkeiten prophezeit sie ihren Parteikamerad*innen, natürlich ohne dahinterstehenden Rassengedanken, eine „darwinistische Auseinandersetzung” zwischen in Europa ansässigen „Transferempfängern“ und dem eingewanderten „Lumpenproletariat der afro-arabischen Welt“. 

Es kommt die Vermutung auf, dass sie den „Tag der Deutschen Einheit” ein wenig missverstanden hat, wenn sie die rhetorische Frage stellt, was man „von diesen ganzen ‚Deutschland-ist-bunt’-Kampagnen halten“ soll. Sie ist da so eher für eine deutsche Einheit[lichkeit] ganz anderer Art, ethnisch homogen und übersichtlich, denn „bunt ist auch ein Komposthaufen.“
Ihre Kamerad*innen freuen sich, schwenken in Gedanken fröhlich ihre imaginären Fähnchen und singen die Nationalhymne. 

Erschreckend, diese Einheitlichkeit. 

Ihre Abneigung Komposthaufen gegenüber können wir im Übrigen nicht teilen. 

Wir finden Komposthaufen toll. Tragen sie doch so viel Leben in sich, sorgen für ein gesundes Land und bringen Wachstum und Fortbestand mit sich. 

Vielfältige Grüße. 

#HoGeSatzbau
Quelle:

faz.net/aktuell/politik/inland/fluechtlingspolitik-rede-von-frauke-petry-stoesst-auf-kritik-14467440.html